Georgina Lukács, die heute bereits weltberühmte ungarische Opernsängerin stieg bereits in jungen Jahren kometenhaft zum Himmel der internationalen Opernwelt auf. Das voluminöse, dunkle und samtige Timbre der dramatischen Stimme der exzellenten Sopranistin passt hervorragend zu den größten und schönsten Rollen der italienischen Musikliteratur.
In ihrem Repertoire finden sich sämtliche Verdi-und Puccini-Opern, die Meisterwerke der Veristén sowie Opern von Bellini, Tschaikowski, Rachmaninow und Schostakowitsch.
Regelmäßig arbeitet sie mit Berühmtheiten der Opernwelt wie José Cura, Lorin Maazel, Riccardo Muti, Marcello Viotti, Julius Rudel, Leo Nucci, Sherril Milnes, Giacomo Giacomini, Juan Pons, Fabio Luisi und Neil Shicoff zusammen.
Ihre musikalische Ausbildung begann Georgina Lukács in ihrer Heimatstadt Gyõr, wo sie am Konservatorium zunächst Klavier, Komposition und Gesang studierte. Später wurde sie an die Tschaikowski-Musikakademie Moskau aufgenommen, wo sie das Künstlerdiplom erwarb.
Gerade zwanzig Jahre alt - noch während ihres Studiums an der Musikakademie - debütierte sie erfolgreich in der Budapester Staatsoper in der Rolle der Leonora in Verdis Troubadour. Von nun an führt ihr Weg sie gradlinig zur Interpretation weiterer Verdi-Heldinnen. Erste Erfolge erntete sie als Violetta in 'La Traviata', als Leonora in der Macht des Schicksals und in der von Lamberto Gardelli dirigierten Otello-Inszenierung als Desdemona.
Georgina Lukács ist erst zweiundzwanzig, als sie in Budapest eine ihrer Lieblingsrollen, Puccinis Tosca sing. Seitdem hat sie diese Rolle an nahezu allen groBen Opernháusern der Welt dargeboten. Auch bei ihrem ersten internationalen Auftritt in Basel konnte sie sich vom Publikum in der Rolle der Tosca feiern lassen, danach begrüBte sie das Berliner Publikum als "die jüngste Tosca in der Geschichte der Deutschen Oper". Einige Jahre später stellt sich der ungarische Opernstar auch an der Londoner Covent Garden Opera vor. Sie erobert die britischen Musikfreunde mit der Verdi-Rolle der Lady Macbeth, welche eine große Herausforderung darstellt.Im Anschluss an den Londoner Auftritt führte ihre Karriere sie an die Mailänder Scala, die Hochburg der Opernliteratur nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt. Ein Auftritt in diesem Haus ist ein gewaltiger Meilenstein, an dem sich die Größten des Fachs messen. Georgina Lukács debütierte in Mailand unter dem Dirigenten Riccardo Muti in der Rolle der Leonora in Verdis Macht des Schicksals. In den Vereinigten Staaten trat sie erstmalig in San Francisco auf, wo sie die Tosca interpretierte. Zurück an die Scala, erwartete sie die Rolle der Amelia im Maskenball.
2001 erreichte sie eines der größten Ereignisse einer wahren amerikanischen Erfolgskarriere, als sie im Central Park von New York vor Zehntausenden Puccinis Madame Butterfly und später die Tosca singen durfte. Danach trat sie als Tosca auch auf den Brettern der Metropolitan auf.
2004 sang sie in Hamburg und an der Wiener Staatsoper in der Verdi-Oper Nabucco die Rolle der Abigail, auch als Madeleine in Andrea Chénier erntete sie hier überwältigende Erfolge. An den größten Opernbühnen der Welt gilt Georgina Lukács als eine gefragtesten Gastsängerin. Ihr außergewöhnliches stimmliches Talent, ihre unvergleichliche Musikalität sowie ihre mit einer bedeutenden dramatischen Ader bedachten, authentischen schauspielerischen Leistung erheben die Sängerin empor zu den Größten ihres Faches. Während wir uns in der Norma an ihrem unnachahmlich schönen Belcanto erfreuen, können wir sie als Heldin der Cavalleria rusticana als krafrvolle Mezzosopranistin erleben. Die bisherigen Stationen ihrer Sängerkarriere sind - ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Mailänder Scala, die New Yorker Metropolitan, die Wiener Staatsoper, die CA Opera San Francisco, die Staatsoper Hamburg, die Covent Garden, die Oper München, die Deutsche Oper Berlin, die Oper Toronto, das New National Theater Tokio, das Moskauer Bolschoi-Theater, das Opernhaus Zürich, die Salzburger Festspiele und das Festival von Edinburgh. In dieser Spielzeit präsentiert sich Georgina Lukács in einer neuen Rolle, wenn sie in der Oper von Palermo bzw. an der Londoner Govent Garden die Titelrolle der Turandot von Puccini singen wird.
2003 wurde Georgina Lukács durch die ungarische Regierung als "Verdiente Künstlerin" ausgezeichnet.